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Nazare und Sao Martinho do Porto

Nazare und Sao Martinho do Porto

Estremadura – Im Winter an die

Atlantikküste nach Sao Martinho do Porto und Nazaré

Nach den Weihnachtsfeiertagen geht es für uns an die Atlantikküste Portugals.
2 Monate haben wir das Meer nicht mehr gesehen. Wir können es kaum erwarten, mit unserem Wohnmobil wieder an der Küste entlang zu düsen.
Doch zunächst mieten wir uns ein Ferienhaus bei Sao Martinho do Porto, da meine Eltern zu Besuch sind. Als wir bei Ankunft die Türen öffnen kommt uns schon der vertraute, salzige Geruch in die Nase. Oh wie haben wir das Meer vermisst.

Im Dezember weht hier ein rauher Wind, doch die Sonne hat Kraft. Tagsüber können wir im T-shirt und kurzer Hose am Strand sitzen. Doch sobald die Klippen ihre Schatten werfen, wird es kalt und wir verziehen uns nach drinnen. Doch auch hier ist es nicht unbedingt warm.
Wir mieten bereits die dritte Ferienwohnung im portugiesischen Winter. Die Häuser sind nicht mit Heizungen ausgestattet, die Fenster nicht isoliert und nicht selten sind unter den Haustüren große Schlitze, wo der Wind nur so pfeift. Immerhin gibt es einen Elektroheizkörper, an dem wir uns wärmen können.

Sao Marinho do Porto ist ein Highlight über Silvester. In der Ferne können wir am 30.12 beobachten, wie sich die Wohnmobile an der Küste entlang aufstellen. An der Promenade wird eine große Bühne aufgebaut und drum herum Stände die für das leibliche Wohl sorgen.
Am Silvesterabend steigt dann eine große Party und die Leute feiern ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden. Wir haben einen tollen Blick von unserem Balkon aus auf das bunte Treiben am Strand.
Am nächsten Morgen werden wir dann mit den Auswirkungen dieser Nacht konfrontiert. Im feinen Sandstrand liegen haufenweise Glitzerkonfetti, Raketenböller und Plastikbecher verstreut. Keiner wird diesen Müll aufsammeln. Er wird nach und nach vom Wind weggetragen. Bei uns stellt sich die Frage, ob es diese eine Nacht wirklich wert ist?

Tolle Wanderungen führen an den Klippen entlang. Welche uns an einem Nachmittag zum Praia da Gralha Beach bringen. Zu dieser Jahreszeit ist es hier menschenleer. Der Atlantik tobt und führt uns die Naturgewalten vor Augen. Ein sagenhaftes Spektakel.

Nazaré ist nur 15km entfernt. Wir fahren an einem Samstag in die Fischerstadt und freuen uns, dass heute Markttag ist. Die Frauen stehen hier noch in ihren sieben Röcken ( so wie es die Tradition vorschreibt) hinter den Ständen und preisen ihr Obst- und Gemüse an. Auf der zweiten Etage der Markthalle liegen die Schätze aus dem Meer. Hier wird noch eine der ältesten und eigentümlichsten Fischfangart betrieben. Bei der Arte Xávega wirft eine Gruppe von Fischern Sacknetze aus einem Ruderboot. Wenn die Fischschwärme hineingetrieben sind, werden die Netze mit Hilfe von Ochsen an den Strand gezogen. Heutzutage werden auch oft Traktoren eingesetzt. Danach findet ein Gewühl aus Männern und Frauen statt. Sie arbeiten mit vereinten Kräften daran, die Fische aus den Maschen zu sammeln, die immer wieder ins Meer zu entwischen versuchen.

Hier in Nazaré findet man wunderschöne Sandstrände, im Sommer soll hier ein pulsierender und lebendiger Urlaubsort vorzufinden sein. Im Winter locken die gewaltigen Wellen die besten Surfer der Welt an, die am Strand von Praia do Norte brechen.
Auch wir stehen lange einfach nur da und beobachten. Es hat uns sogut gefallen, dass wir wenige Wochen später sogar wieder zurück kommen und noch einmal den spektakulären Anblick genießen. Hier haben wir euch ein cooles Video dazu gemacht.

Big Wave Surfing Nazare 2020

Fazit:

Im Winter erfordert der nördliche Teil Portugals auf jeden Fall warme Winterkleidung oder zumindest eine winddichte Jacke. Doch wenn man sich ein vom Wind geschütztes Plätzchen sucht, merkt man durchaus die Kraft der Sonne und kann es gut im T-shirt aushalten. Die Landschaft und vor allem der Atlantik hat es uns angetan. Sogar das surfen haben wir hier für uns entdeckt.

Highlights und Sehenswürdigkeiten in Nazaré und São Martinho do Porto

Batalha - Das größte religiöse Haus in Portugal
Bucht von São Martinho do Porto
Aussichtspunkt Mairadouro do Suberco in Nazaré
Festung Miguel Arcanjo und Paria do Norte
Naturpark Serras de Aire e Candeeiros mit seinen wunderschönen Höhlen
Markthalle von Nazaré

Empfehlungen

Unterkunft – Wir mieten uns ein Ferienhaus mit Meerblick. Wunderschön und zu einem sehr fairen Preis. Allerdings muss man beachten, dass die Häuser in Portugal nicht unbedingt für den Winter gerüstet sind. Wir haben am Abend sehr gefroren und uns dick eingepackt.

EssenVon einer Freundin bekommen wir vorab ein Restaurant in Nazaré empfohlen, welches wir besuchen. Das Rosa Dos Ventos. Ein kleines, gemütlich Fischrestaurant mit freundlichem Service. Wenn ihr auf einen Tisch warten müsst, werdet ihr die Wartezeit auf keinen Fall bereuen.

Lokale Köstlichkeiten in Nazaré und São Martinho do Porto

1
Caldeirada Ein großer Fischeintropf mit Garnelen, Muscheln und Kartoffeln.
3
Spiedino Gegrillte Fleischspieße, ähnlich den Schaschlik-Spießen.
2
Fangfrischer Fisch Entweder frisch vom Markt selbst zubereitet oder an einem der vielen Restaurants direkt am Fischerhafen.
4
Bolo de Lamego Ein ofengebackenes Brot gefüllt mit Schinken.

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